Wärmepumpen-Arten Grafik Vergleich Luft-Wasser Sole-Wasser Wasser-Wasser Effizienz Kosten für Braunschweig

Einführung in moderne Wärmepumpen-Systeme

Der Begriff Wärmepumpen-Arten im Vergleich gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Das liegt vor allem daran, dass Wärmepumpen zu den effizientesten und klimafreundlichsten Heizsystemen gehören. Sie nutzen Umweltenergie – aus Luft, Erde oder Wasser – und wandeln sie mithilfe von Strom in nutzbare Wärme um. Moderne Systeme erreichen Jahresarbeitszahlen, die herkömmliche Heizsysteme deutlich übertreffen.

Wärmepumpen arbeiten nach einem einfachen Prinzip: Sie entziehen der Umgebung Wärme, verdichten diese und geben sie im Haus wieder ab. Diese Technologie ist nicht neu, aber die heutigen Geräte sind deutlich leistungsfähiger, leiser und klimafreundlicher als frühere Generationen. Dazu kommen attraktive Förderprogramme, die den Umstieg finanziell erleichtern.

Um die richtige Wärmepumpe auszuwählen, ist es entscheidend, die verschiedenen Systeme zu verstehen. Genau dafür ist dieser umfassende Vergleich gedacht.

Hauptarten von Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die meistverkaufte Wärmepumpe in Deutschland ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie gewinnt Energie aus der Außenluft, ähnlich wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Vorteile:

  • Geringe Anschaffungskosten
  • Einfach zu installieren
  • Platzsparend

Nachteile:

  • Effizienz sinkt bei winterlicher Kälte
  • Eventuell hörbare Außengeräte

Ideal für: Neubauten, gut gedämmte Altbauten, schnelle Umrüstung.

Expertentipp: Achten Sie bei Luft-Wasser-Wärmepumpen auf den Mindestabstand zur Grundstücksgrenze – in Niedersachsen gelten je nach Schallleistungspegel unterschiedliche Regelungen. Moderne Geräte mit Schallschutzhaube erreichen oft Werte unter 35 dB(A) und können näher am Haus platziert werden.

Luft-Luft-Wärmepumpe

Luft-Luft-Wärmepumpen kommen meist in Passivhäusern zum Einsatz. Sie nutzen die Abluft der Lüftungsanlage als Wärmequelle.

Vorteile:

  • Sehr geringe Installationskosten
  • Keine Heizkörper oder Fußbodenheizung notwendig

Nachteile:

  • Nur sinnvoll bei Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung
  • Geringere Heizleistung als Wassersysteme

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

Erdwärmepumpen nutzen die relativ konstante Temperatur im Boden. Es gibt zwei Varianten:

Tiefenbohrung

Bohrungen gehen bis zu 100 Metern oder tiefer. Dadurch erhält man eine besonders stabile Wärmequelle. In Braunschweig und Umgebung sind solche Bohrungen in der Regel genehmigungspflichtig – das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist hier die zuständige Behörde.

Flächenkollektoren

Diese werden großflächig im Garten verlegt.

Vorteile:

  • Sehr hohe Effizienz
  • Unabhängig von Außentemperaturen
  • Geringe Betriebskosten

Nachteile:

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Platzbedarf oder Genehmigungspflicht

Ideal für: Neubauten, große Grundstücke, langfristige Heizkostenoptimierung.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Diese Wärmepumpe nutzt Grundwasser, das ganzjährig relativ warm bleibt.

Vorteile:

  • Höchste Effizienz aller Wärmepumpentypen
  • Sehr niedrige Betriebskosten

Nachteile:

  • Genehmigungspflicht
  • Brunnenbohrung nötig
  • Nicht überall erlaubt

Ideal für: Grundstücke mit stabilem Grundwasserspiegel.

Elektriker berät Ehepaar zur fachgerechten Installation einer leisen Luft-Wasser-Wärmepumpe unter Einhaltung der Lärmschutzgrenzwerte in Wohngebieten

Vergleich der Energieeffizienz

Die Effizienz einer Wärmepumpe wird durch den COP (Coefficient of Performance) oder SCOP (Seasonal COP) gemessen.

Tendenzen:

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen: SCOP bis 5,5
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen: SCOP 4,3–5,0
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen: SCOP 3,0–4,2

Je stabiler die Wärmequelle, desto effizienter arbeitet das Gerät. Luft-Wasser-Wärmepumpen verlieren im Winter an Leistung, während Erd- und Grundwasserwärmepumpen konstant hohe Werte liefern.

Ökologische Bewertung

Wärmepumpen sind deutlich klimafreundlicher als Gas- oder Ölheizungen. Der CO₂-Ausstoß hängt jedoch vom Strommix ab. Wer Ökostrom nutzt, kann seine Emissionen auf nahezu null reduzieren. Besonders effizient wird es in Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage, die den Eigenverbrauch maximiert und die Stromkosten senkt.

Auch natürliche Kältemittel wie Propane (R290) gewinnen an Bedeutung, da sie das Klima weniger belasten. Das Umweltbundesamt fördert aktiv den Einsatz dieser umweltfreundlicheren Technologien.

Investitions- und Betriebskosten der Wärmepumpen-Arten

Wärmepumpen-Art Investition Betriebskosten Hinweis
Luft-Wasser 12.000–22.000 € Mittel Gute Standardlösung
Luft-Luft 8.000–15.000 € Niedrig Nur für spezielle Gebäude
Sole-Wasser 20.000–30.000 € Sehr niedrig Höchste Lebensdauer
Wasser-Wasser 18.000–28.000 € Sehr niedrig Genehmigung nötig

Die hohen Investitionen von Erd- und Wasser-Wärmepumpen amortisieren sich über geringere Betriebskosten und längere Lebensdauer.

Wichtig zu beachten: Die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe steht und fällt mit der richtigen Dimensionierung. Eine überdimensionierte Anlage verursacht unnötige Kosten, während eine zu kleine Wärmepumpe im Winter mit einem teuren elektrischen Heizstab nachheizen muss. Lassen Sie die Heizlastberechnung unbedingt von einem Fachbetrieb durchführen.

Leise Luft-Wasser-Wärmepumpe als Außengerät im Garten eines Wohnhauses mit begrüntem Vorgarten installiert

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Platzbedarf und bauliche Voraussetzungen

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen: minimaler Platzbedarf
  • Erdwärme: benötigt Garten oder Bohrung
  • Wasser-Wasser: zwei Brunnen nötig

In Bestandsgebäuden muss geprüft werden, ob Heizkörper oder Fußbodenheizung ausreichend niedrige Vorlauftemperaturen liefern. Moderne Smart-Home-Systeme können die Steuerung optimieren und die Effizienz zusätzlich steigern.

Geräuschentwicklung im Vergleich

Luftwärmepumpen besitzen Ventilatoren und können hörbar sein. Moderne Geräte erreichen jedoch Werte von 50–60 dB in 1 Meter Entfernung. Weitere Informationen zur Geräuschentwicklung Ihrer Wärmepumpe finden Sie in unserem detaillierteren Beitrag.

Erd- und Wasser-Wärmepumpen sind nahezu geräuschlos.

Wärmepumpen-Arten: Altbau vs. Neubau

Neubau:
Alle Systemarten möglich. Effizienz besonders hoch.

Altbau:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe am häufigsten
  • Erd- und Wasserwärmepumpen nur bei guter Dämmung sinnvoll
  • Hybridsysteme als Übergangslösung
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Schallschutzmaßnahmen an Klinkerfassade montiert - Geräuschpegel unter 35 dB(A) für reine Wohngebiete geeignet

Staatliche Förderungen in Deutschland

Mit der BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) sind Zuschüsse von bis zu 70 % möglich. Die Installation einer Wärmepumpe durch einen qualifizierten Elektrofachbetrieb ist dabei Voraussetzung für die Förderung. Aktuelle Infos finden Sie unter: www.bafa.de.

Zukunftstrends bei Wärmepumpen

Vergleichstabelle aller Wärmepumpen-Arten

Typ Effizienz Kosten Geeignet für Besonderheiten
Luft-Wasser Mittel Niedrig Fast alle Gebäude Schnell verfügbar
Luft-Luft Niedrig Niedrig Passivhäuser Lüftungsintegration
Sole-Wasser Hoch Hoch Neubau, große Grundstücke Sehr stabil
Wasser-Wasser Sehr hoch Hoch Grundwassergebiete Maximale Effizienz
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