Wärmepumpe
Die Wärmepumpe zählt heute zu den wichtigsten Technologien für klimafreundliches Heizen. In einer Zeit steigender Energiepreise und wachsender Umweltbewusstheit suchen immer mehr Menschen nach nachhaltigen Lösungen – und genau hier spielt die Wärmepumpe ihre Stärken aus.
Sie nutzt Umweltenergie, die überall kostenlos zur Verfügung steht, und wandelte sie effizient in Heizwärme um.

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Was ist eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe ist ein elektrisches Heizsystem, das Umgebungswärme aufnimmt und auf ein höheres Temperaturniveau bringt. Grundlage dafür ist der sogenannte Kältekreislauf, der aus Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil besteht. Das Kältemittel nimmt Umweltenergie auf, wird verdichtet und erwärmt sich dabei, gibt seine Wärme an das Heizsystem ab und beginnt den Kreislauf erneut.
Der größte Vorteil: Für 1 kWh eingesetzten Strom erzeugt eine Wärmepumpe oft 3 bis 5 kWh Heizenergie. Diese Effizienz macht sie zu einer idealen Lösung für Haushalte, die unabhängig von fossilen Energien werden möchten.
Unsere Einsatzgebiete
In folgenden Städten und Gebieten sind wir für Sie tätig. Vollständige Beratung, Installation und Nutzung von regionalen Fördermöglichkeiten. Fragen Sie jetzt kostenlos & unverbindlich Ihre neue Wärmepumpe an:
Die wichtigsten Wärmepumpenarten
Unter den verfügbaren Technologien hat sich die Luft-Wasser-Wärmepumpe als Standard etabliert. Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle und benötigt keinen großen baulichen Aufwand. Sie ist vergleichsweise günstig, flexibel einsetzbar und eignet sich besonders für Neubauten oder energetisch sanierte Bestandsgebäude. Ein wichtiger Aspekt bei der Planung ist die Geräuschentwicklung der Wärmepumpe, die insbesondere bei der Aufstellung im Außenbereich beachtet werden sollte.
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) greift auf die konstanten Temperaturen im Erdreich zu. Das macht sie besonders effizient und wetterunabhängig. Allerdings ist der Installationsaufwand höher, da Erdsonden gebohrt oder Flächenkollektoren verlegt werden müssen. Einen detaillierten Vergleich aller Wärmepumpen-Arten finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Die dritte wichtige Variante ist die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die Grundwasser als Energiequelle nutzt. Sie erreicht die beste Effizienz, benötigt aber ein geeignetes Grundstück und behördliche Genehmigungen.
Alle drei Systeme arbeiten nach demselben Prinzip, unterscheiden sich aber in Kosten, Effizienz und baulichem Aufwand.
Energieeffizienz, Verbrauch & Umweltbilanz
Die Effizienz einer Wärmepumpe wird häufig über zwei Kennzahlen beschrieben: COP (Laborwert) und JAZ (real gemessene Jahresarbeitszahl). Entscheidend ist die JAZ, denn sie zeigt, wie gut das System im Alltag tatsächlich arbeitet.
Der Stromverbrauch variiert je nach Dämmstandard, Größe des Hauses und gewünschter Temperatur. Typische Werte für ein Einfamilienhaus liegen bei 3.000 bis 5.000 kWh pro Jahr. Wird die Wärmepumpe über Photovoltaik versorgt, sinkt der Energiebedarf aus dem Netz spürbar.
Ökologisch zählt die Wärmepumpe zu den effizientesten Heizlösungen. Sie spart je nach Strommix 50–70 % CO₂ im Vergleich zu Gas oder Öl ein. Mit eigenem Solarstrom kann sie nahezu klimaneutral betrieben werden.

Einsatzmöglichkeiten in Neubau & Altbau
Im Neubau funktioniert die Wärmepumpe nahezu ideal. Moderne Gebäude benötigen durch gute Dämmung und großflächige Heizsysteme wie Fußbodenheizungen nur niedrige Vorlauftemperaturen. Das steigert die Effizienz der Technologie deutlich.
Im Altbau hängt die Einsatzfähigkeit von mehreren Faktoren ab. Zentral sind die Gebäudehülle, das Heizsystem und die Art der Wärmeverteilung. Ein Altbau muss nicht perfekt gedämmt sein, sollte aber keine extreme Wärme verlieren. Oft reicht es, einzelne Heizkörper gegen größere Modelle zu tauschen oder die Vorlauftemperaturen zu optimieren. Viele Altbauten können mit überschaubaren Maßnahmen problemlos auf Wärmepumpe umgerüstet werden.
Kostenfaktoren & Wirtschaftlichkeit
Die Anschaffungskosten variieren deutlich, je nach System und baulichen Gegebenheiten. Luft-Wasser-Wärmepumpen bewegen sich meist zwischen 12.000 und 22.000 Euro, während Erd- oder Grundwasserlösungen aufgrund des Aufwands 20.000 bis 40.000 Euro kosten können. Die Betriebskosten sind dagegen niedrig, da die Wärmepumpe keine fossilen Brennstoffe benötigt und sehr effizient arbeitet.
Wirtschaftlich betrachtet rechnet sich eine Wärmepumpe – abhängig von Förderung und Strompreisen – häufig innerhalb von acht bis zwölf Jahren. Die Lebensdauer liegt in der Regel bei 18 bis 25 Jahren, wobei moderne Geräte oft länger durchhalten.

Staatliche Förderung & Finanzierung
In Deutschland stehen aktuell sehr attraktive Förderungen zur Verfügung, darunter Zuschüsse der BAFA, Kredite und Boni der KfW sowie steuerliche Vorteile für energetische Einzelmaßnahmen. Die Höhe der Förderung richtet sich unter anderem nach dem Einkommen, Art des Gebäudes und der bestehenden Heizanlage. Durch die staatlichen Zuschüsse sinken die realen Anschaffungskosten oft erheblich, was die Wärmepumpe zu einer der wirtschaftlichsten Heizlösungen macht.
Optimierung & sinnvolle Kombinationen
Besonders effizient wird die Wärmepumpe, wenn sie Teil eines abgestimmten Energiesystems ist. Die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik senkt die Stromkosten deutlich und verbessert die Umweltbilanz zusätzlich. Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch, während Smart-Home-Lösungen die Laufzeiten der Wärmepumpe intelligent steuern. Auch die Kombination mit Flächenheizsystemen wie Fußboden- oder Wandheizungen steigert die Effizienz, da diese mit niedrigen Temperaturen arbeiten.
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