
Lohnt sich eine PV-Anlage in Braunschweig?
Wie rentabel ist eine Photovoltaikanlage in Braunschweig wirklich? In diesem Artikel analysieren wir anhand realer Daten aus der Region, welche Faktoren die Wirtschaftlichkeit beeinflussen und wie sich die Investition langfristig auszahlen kann. Wir präsentieren eine Simulation, die technische Daten, Ertragsprognosen und eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsanalyse kombiniert.
Regionale Bedingungen: Klimadaten und Sonnenstunden in Braunschweig
Die Leistungsfähigkeit einer Photovoltaikanlage hängt maßgeblich von den regionalen Klimabedingungen ab, insbesondere von der Anzahl der Sonnenstunden. In der Region Braunschweig beträgt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung etwa 1.692,7 Sonnenstunden pro Jahr (Daten für den Zeitraum 1991–2020). Diese Daten liefern eine erste Grundlage für die Ertragsprognosen der zukünftigen PV-Anlage in Braunschweig. Insbesondere in den Sommermonaten Juni und Juli liegt die Sonneneinstrahlung mit 229,2 bzw. 225 Stunden pro Monat besonders hoch.
Diese Klimadaten basieren auf einem 29-jährigen Durchschnitt des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Diese regionalen Bedingungen sind ideal für die Nutzung einer Photovoltaikanlage. Beachten Sie, dass die PV-Anlage auch Strom produziert, wenn es keine direkte Sonneneinstrahlung bei klarem Himmel gibt.
Grafik: Sonnenstunden von Braunschweig zwischen 1991 und 2020 nach dem Deutschen Wetterdienst (DWD)
Technische Eckdaten der Photovoltaikanlage
Die wirtschaftliche Analyse beginnt mit der Betrachtung der technischen Eckdaten der Anlage. In unserem Beispiel handelt es sich um eine netzgekoppelte PV-Anlage mit einer Leistung von 8,4 kWp. Diese Leistung wird durch 21 PV-Module auf einer Fläche von 41 m² erreicht. Die Anlage ist mit einem Wechselrichter sowie einem Batteriespeicher ausgestattet. Außerdem wird ein E-Fahrzeug geladen. Der Stromspeicher spielt eine zentrale Rolle, da er überschüssigen Strom speichert, der dann genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint, was den Eigenverbrauch deutlich steigert. Dies wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus.
| Projektübersicht | |
|---|---|
| Klimadaten | Braunschweig DWD 1991 – 2020 |
| PV-Generatorleistung | 8,4 kwp |
| PV-Generatorfläche | 41,0 m² |
| Anzahl PV-Module | 21x |
| Investitionskosten | 23.520 € |
| Direkter Eigenverbrauch | 3.769 kWh / Jahr |
| Ladung des E-Fahrzeugs | 2.086 kWh / Jahr |
| Netzeinspeisung | 2.602 kWh / Jahr |
| Eigenverbauchsanteil | 69,2 % |
| Gesamtkapitalrendite | 4,4 % |
| Armortisationsdauer | 15 Jahre |
| Stromgestehungskosten | 0,14 € / kWh |
Prognose: Ertrag und Eigenverbrauch
Basierend auf den regionalen Klimadaten lässt sich der erwartete Ertrag der Photovoltaikanlage relativ genau berechnen. Der erwartete Jahresertrag beträgt 8.458 kWh pro Jahr. Ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit ist der Eigenverbrauch. Je mehr des erzeugten Stroms direkt im Haushalt genutzt wird, desto weniger Strom muss teuer aus dem Netz bezogen werden.
In diesem Beispiel liegt der Eigenverbrauch bei 69,2 %, was etwa 3.769 kWh jährlich entspricht. Weiterhin werden 2.086 kWh durch das Laden eines Elektrofahrzeugs genutzt, was nicht nur den Stromverbrauch optimiert, sondern auch zusätzliche Ersparnisse beim Laden einbringt. Der restliche Strom von 2.602 kWh wird ins Netz eingespeist, für den eine Einspeisevergütung gezahlt wird. Diese Vergütung reduziert die Amortisationszeit der Anlage.
Investitionskosten und Amortisation
Die Anschaffungskosten für die Photovoltaikanlage sind ein zentraler Punkt der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. In diesem Fall betragen die Gesamtkosten 23.520 Euro. Diese Kosten umfassen die Anschaffung der Module, den Wechselrichter, den Batteriespeicher sowie die Installationskosten.
Die Amortisationszeit der Anlage – also die Zeit, bis die Investitionskosten durch die Einsparungen und die Einspeisevergütung gedeckt sind – beträgt 15 Jahre. Das bedeutet, dass die Anlage ab dem 16. Jahr nur noch Gewinne erwirtschaftet. Mit steigenden Strompreisen kann sich diese Amortisationszeit sogar noch verkürzen.
Grafik: Kumulierter Cashflow der PV-Anlage über 20 Jahre
Rendite und Wirtschaftlichkeit
Neben der Amortisationszeit ist auch die Rendite der Anlage von großer Bedeutung. Die Gesamtkapitalrendite beträgt in diesem Fall 4,39 %. Dies ist ein solider Wert, der im Vergleich zu vielen anderen Investitionsmöglichkeiten attraktiv erscheint, vor allem angesichts der stabilen Einsparungen durch den Eigenverbrauch und der Einspeisevergütung. Zusätzlich betragen die Stromgestehungskosten 0,1476 Euro/kWh, was deutlich unter den aktuellen Strompreisen liegt.
Ein weiteres wichtiges Element ist der ökologische Aspekt: Die Anlage spart jährlich 3.818 kg CO₂ ein, was einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung des persönlichen CO₂-Fußabdrucks darstellt.
Fazit: Eine PV-Anlage lohnt sich in Braunschweig
Die Installation einer Photovoltaikanlage in Braunschweig ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll. Die gute Sonneneinstrahlung, kombiniert mit einer hohen Eigenverbrauchsquote, führt zu einer relativ kurzen Amortisationszeit von 15 Jahren und einer attraktiven Rendite. Die Investition in eine PV-Anlage ist nicht nur eine Maßnahme zur Reduzierung der Stromkosten, sondern auch ein langfristiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen.
Mit einem Batteriespeicher und der Möglichkeit, ein Elektrofahrzeug zu laden, wird der Eigenverbrauch weiter maximiert, was den wirtschaftlichen Nutzen der Anlage noch weiter steigert. Diese Faktoren machen die PV-Anlage zu einer lohnenden Investition für die Zukunft.
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